Krebsnachsorge

Pille danach

Ab dem 16.3.2015 ist die Pille danach frei verkäuflich in Apotheken erhältlich.
Frauen unter 20 Jahren benötigen ein ärztliches Rezept, wenn Sie das Medikament kostenfrei in der Apotheke erhalten möchten. Zwischen dem 18. und 20. Lebensjahr fällt eine Rezeptgebühr von 5€ an.

Es gibt 2 unterschiedliche Präparate:

PiDaNa

PiDaNa (Levonorgestrel), ein reines Gelbkörperhormon. Diese Medikation ist seit vielen Jahren gebräuchlich. Sie kann bis zu 3 Tagen (72 Stunden) nach ungeschütztem Verkehr eingenommen werden. Wenn Sie in der Frist sind, sollten sie dieses Präparat bevorzugen – es ist auch preisgünstiger.

EllaOne

EllaOne (Ulipristalatcetat), wird erst neuerlich als „Pille danach“ eingesetzt und kann bis zu 5 Tagen (120 Stunden) nach ungeschütztem Verkehr eingesetzt werden. Dieses Präparat kommt für Sie in Frage, wenn die 3 Tage für PiDaNa verstrichen sind. Vor Einnahme von EllaOne sollte eine Schwangerschaft durch einen Test ausgeschlossen werden.

Bitte beachten Sie

Nach heutigem Wissen wirkt die „Pille danach“ durch die Verschiebung des Eisprungs – das heißt, Sie müssen das Präparat so bald wie möglich nach dem ungeschützten Geschlechtsverkehr einnehmen, möglichst innerhalb von 24 Stunden. Die „Pille danach“ kann nicht die Einnistung einer befruchteten Eizelle in der Gebärmutter verhindern. Sie sollte nur einmal im Zyklus eingenommen werden und bietet keinen ausreichenden Schutz bei einem erneuten ungeschützten Geschlechtsverkehr in gleichen Zyklus.

Beide Präparate setzten das Risiko einer Schwangerschaft herab, umso zuverlässiger, je eher Sie es einnehmen, beide können aber keine hundertprozentige Sicherheit gewährleisten. Sollte die Menstruation nach Einnahme einer „Pille danach“ überfällig werden, machen Sie bitte frühzeitig einen Schwangerschaftstest und wenden sich bei einer ungewollten Schwangerschaft möglichst bald an Ihre Gynäkologin.

Wenn Sie wissen möchten, ob überhaupt ein reifes Eibläschen vorhanden ist und somit ein Risiko für eine Schwangerschaft besteht, können Sie eine Ultraschalluntersuchung bei einer Gynäkologin durchführen lassen.
Sollte man bei der Ultraschalluntersuchung sehen, dass der Eisprung bereits stattgefunden hat (es zeigt sich dann ein sogenannter Gelbkörper am Eierstock), kann innerhalb von 5 Tagen (120 Stunden) eine Kupferspirale in die Gebärmutter eingelegt werden. So kann mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Einnistung der Schwangerschaft in der Gebärmutter verhindert werden.

Die Kosten der Ultraschalluntersuchung sowie die Kosten der Spirale sind Wahlleistungen und werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht getragen.

Liebe Patientinnen,

die aktuelle Corona-Pandemie zwingt auch unsere Praxis zu Anpassungen.
Bitte entnehmen Sie hier unsere Informationen, wir werden sie ggf. aktualisieren.

Wenn Sie Erkältungssymptome oder Fieber haben, in einem Risikogebiet waren oder Kontakt zu einer an Corona erkrankten Person hatten – bitte kommen Sie nicht in die Praxis sondern nehmen Sie ggf. telefonisch Kontakt mit uns auf! Dies gilt auch für schwangere Frauen. Abstriche auf eine Corona-Infektion können wir in unserer Praxis nicht durchführen.

Ansonsten entscheiden Sie bitte selber, ob der Termin für Sie dringlich ist oder ob Sie ihn auf später verschieben möchten. Bitte sagen Sie ggf. den Termin möglichst früh ab, damit wir besser planen können.

Für Fragen, die Sie nicht mit unseren Arzthelferinnen klären können, bei akuten Beschwerden und für Notfallsituationen stellen wir eine erweiterte Telefonsprechstunde zur Verfügung.
Sie können sich zusätzlich zu den bekannten Telefonzeiten täglich zwischen 7.30 und 8.00 Uhr bei uns melden, wir schauen dann, was wir telefonisch klären können oder ob Sie in die Praxis kommen müssen.
Unsere tägliche Notfallsprechstunde mittags von 11.45 – 12.30 bleibt für Sie geöffnet.

Für schwangere Frauen gilt: die regulären Vorsorge- und Ultraschalluntersuchungen werden weiter durchgeführt (wenn Sie keine Erkältungssymptome aufweisen). Wir bitten Sie aber dringend ohne Kinder und Partner in die Praxis zu kommen – leider auch zu den Ultraschalluntersuchungen. Begleitpersonen können wir zur Zeit nicht in die Praxis lassen.
Wichtig: Die Corona-Infektion stellt nach derzeitigem Kenntnisstand kein erhöhtes Risiko weder für die Schwangere noch für das ungeborene oder geborene Kind dar. Stillen ist uneingeschränkt möglich.

Sollte sich die Situation zuspitzen ist derzeit nicht ausgeschlossen, dass wir im weiteren Vorsorgetermine ohne Dringlichkeit absagen müssen.

Kommen Sie gut durch diese schwierige Zeit!!

Ihr Praxisteam 23.3.2020